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Spo­ti­fy für Bil­der - Mein Besuch bei FRAMEN in Frank­furt

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Anfang Mai 2019 hat­te ich das Ver­gnü­gen, die Grün­der von FRAMEN in ihrem frisch bezo­ge­nen WeWork Office in der Tau­nus­an­la­ge in Frank­furt zu besu­chen.

Das vier­köp­fi­ge Team trat vor zwei Jah­ren an, um digi­ta­le Bil­der­rah­men aus dem Nischen­da­sein her­aus­zu­ho­len und die Bil­der­flut aus Han­dy Foto­gra­fie und Soci­al Media im pri­va­ten und geschäft­li­chen Bereich bes­ser nutz­bar zu machen.

Aus dem anfäng­li­chen Start mit Bil­­der­rah­­men-Har­d­­wa­re hat sich als ein Schwer­punkt die Soft­ware zur Steue­rung unter­schied­lichs­ter Moni­to­re über die FRAMEN Pho­to App ent­wi­ckelt.

Frank­furt Men at Work

FRAMEN Geschäft­füh­rer Dimi­tri Gärt­ner stu­dier­te Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten und arbei­te­te eini­ge Jah­re bei der Deut­schen Bank in Frank­furt, wo er in den Berei­chen Digi­ta­li­sie­rung und Inno­va­ti­on ein­ge­setzt war.

Mit der Geburt des Töch­ter­chens vor eini­gen Jah­ren explo­dier­te die Anzahl der pri­va­ten Fotos und die Fra­ge nach einen bes­se­ren Sys­tem zum Anschau­en und Tei­len der Bil­der kam auf. Das war der Start­schuss für FRAMEN.

Sein Bru­der Alex­an­der Gärt­ner brach­te sei­ne Erfah­rung als Foto- und Video­graf, sowie Gra­fik Desi­gner ein. Svea­to­s­lav Podo­bin­sohi, ursprüng­lich Human­ge­ne­ti­ker, steu­ert die IT-Kom­pe­­tenz bei, und Mag­da­le­na Pusch zeich­net für Busi­ness Deve­lop­ment und stra­te­gi­sche Part­ner­schaf­ten ver­ant­wort­lich.

Das Unter­neh­men fei­er­te am 18. April 2019 ein­jäh­ri­gen Geburts­tag als GmbH, wenn auch die Vor­be­rei­tun­gen schon frü­her begon­nen haben.

Der Fir­men­na­me FRAMEN lei­tet sich übri­gens aus FRAnkfurt MEN ab, was natür­lich auch WO-MEN umfasst.

Die ers­ten FRAMEN Hard­ware Pro­duk­te

Mit einem, aus heu­ti­ger Sicht recht klo­bi­gen, wei­ßen digi­ta­len Bil­der­rah­men auf Basis eines Rasp­berry Pi fing alles an. Das war das Mini­mum Via­ble Pro­duct erklärt Dimi­tri Gärt­ner, und es stieß direkt auf Inter­es­se im geschäft­li­chen Bereich.

Aber schon bald soll­te nach­ge­legt wer­den.

Gemein­sam mit dem Inge­nieur­bü­ro Zühl­ke aus dem benach­bar­ten Esch­born, ent­stand der FRAMEN Play­er, ein indus­tri­ell in Chi­na gefer­tig­ter 21,5 Zoll gro­ßer digi­ta­ler Bil­der­rah­men in wei­ßer und schwar­zer Aus­füh­rung.

Eini­ge Mona­te spä­ter kom­plet­tier­te dann der FRAMEN TV Stick das aktu­el­le Hard­ware Ange­bot.

Strea­ming statt loka­ler Daten­hal­tung

FRAMEN will sich aber nicht als rei­ner Hard­ware Anbie­ter posi­tio­nie­ren. Viel­mehr geht es um ein Sof­t­­wa­re-Kon­zept, das die Freu­de an Bil­dern in den Vor­der­grund stellt.

Jeden Tag wer­den Mil­li­ar­den neu­er Bil­der mit Han­dys und "kon­ven­tio­nel­len" Kame­ras geschos­sen. Im Gegen­satz zu frü­her wan­dern sie zwar nicht in den Schuh­kar­ton, schlum­mern aber auf Com­pu­ter Fest­plat­ten oder Han­­dy-Spei­­chern.

Die meis­ten digi­ta­len Bil­der­rah­men haben eine SD Kar­te oder einen USB Stick, auf dem die Bil­der lokal gespei­chert wer­den.

Das macht die Bil­der­steue­rung und -ver­wal­tung schwie­rig, vor allem wenn es um das Manage­ment einer Viel­zahl von Rah­men im geschäft­li­chen Bereich geht. Aber auch ein pri­va­ter Foto­rah­men bei den Eltern ist aus der Fer­ne nicht leicht zu steu­ern.

Als ers­tes Para­dig­ma wur­de daher die loka­le Daten­hal­tung der Bil­der über Bord gewor­fen und durch eine Stre­a­­ming-Lösung ersetzt. Sämt­li­che Bil­der wer­den auf deut­schen Ama­zon Cloud Ser­vern abge­legt und bei Bedarf blitz­schnell auf den loka­len Mini-Com­­pu­­ter im FRAMEN Play­er gela­den.

Dimi­tri Gärt­ner ist über­zeugt, dass die Stre­a­­ming-Tech­­nik, die sich bei Musik und Fil­men durch­ge­setzt hat, auch bei Bil­dern Ein­zug hal­ten wird.

Spo­ti­fy für Bil­der

Strea­ming erlaubt nicht nur eine per­fek­te Syn­chro­ni­sie­rung aller ange­schlos­se­nen Foto­rah­men, son­dern auch den ein­fa­chen Zugriff auf kura­tier­te Foto- oder Kunst­samm­lun­gen, Wer­be­kon­zep­te oder Fri­ends & Fami­ly Alben.

So wie man in Spo­ti­fy Play­lis­ten, die Musik­fans welt­weit zusam­men­ge­stellt haben, auf­ruft, kann das Kon­zept auch auf Bil­der­samm­lun­gen über­tra­gen wer­den.

Was bis­her fehlt ist ein schlüs­si­ges Copy­right Kon­zept wie in der Musik- und Film­in­dus­trie, an dem die Künst­ler finan­zi­ell par­ti­zi­pie­ren kön­nen.

Aber die Zahl von kos­ten­los nutz­ba­ren Bil­dern steigt auch schon jetzt, was Ser­vices wie Uns­plash, Flickr oder Pixabay bewei­sen.

Selbst­ler­nen­de Algo­rith­men, die immer bes­ser den eige­nen visu­el­len Geschmack ver­ste­hen, kön­nen dann ein ganz neu­es Foto- oder Kunst­er­leb­nis bie­ten.

Das FRAMEN Team hat­te von Anfang an die­se Ent­wick­lun­gen im Blick und sich daher vor allem auf die Soft­ware­ent­wick­lung fokus­siert, die ein Strea­ming auf unter­schied­li­che Har­d­­wa­re-Plat­t­­for­­men erlaubt. Und das so ein­fach wie nur tech­nisch mach­bar.

Schon heu­te sind kura­tier­te Bil­der­samm­lun­gen Bestand­teil der FRAMEN Pho­to Soft­ware. Die sind zwar noch men­gen­mä­ßig über­sicht­lich und eher ein Pro­­of-of-Con­cept aber die Soft­ware erlaubt eine qua­si unli­mi­tier­te Ska­lie­rung.

Die Matt­schei­be zum Glän­zen brin­gen

Das Mot­to der Fir­ma ist "Strea­ming pho­to­gra­phy to any screen for pri­va­te and busi­ness" und hat dabei auch den Moni­tor im Auge, den fast alle zuhau­se her­um­ste­hen haben.

So kön­nen Smart TVs, die in den letz­ten Jah­ren aus­ge­lie­fert wur­den, ohne wei­te­re Hard­ware mit der FRAMEN Pho­to App als Bil­der­rah­men genutzt wer­den.

Zwar bie­ten die Fern­seh­her­stel­ler da zum Teil auch eige­ne Kon­zep­te, ein Bei­spiel ist der Bild­schirm­scho­ner von Apple TV oder Sam­sungs "The Frame" aber die sind längst nicht so fle­xi­bel und platt­form­un­ab­hän­gig wie die FRAMEN Lösung.

Der eben­falls erhält­li­che FRAMEN TV-Stick macht aus jedem moder­nen Fern­se­her einen digi­ta­len Bil­der­rah­men, der nicht nur zen­tral steu­er­bar ist son­dern auch neben dem Ein/Aus-Schal­­ter kei­ner­lei War­tung vor Ort erfor­dert. Für die Wer­be­in­dus­trie eine kos­ten­güns­ti­ge und fle­xi­ble Lösung.

Gesprä­che mit den gro­ßen TV-Her­stel­­lern hät­ten eben­falls eine gro­ße Reso­nanz gefun­den, so Dimi­tri Gärt­ner. Mit einem bekann­ten Her­stel­ler stün­de man kurz vor einem Abschluss.

Digi­tal Signa­ge bil­li­ger und ein­fa­cher machen

WeWork, in deren Frank­fur­ter Nie­der­las­sung die FRAMEN GmbH zuhau­se ist, ist von dem Kon­zept der jun­gen Grün­der der­ar­tig über­zeugt, dass sie nicht nur das FRAMEN Sys­tem in ihren Co-Working Lob­bies ein­set­zen wol­len, son­dern auch ent­schie­den haben, als Inves­tor ein­zu­stei­gen.

Der über $ 20 Mil­li­ar­den schwe­re Markt der digi­ta­len Beschil­de­rung ("Digi­tal Signa­ge") ist genau­so inter­es­sant für FRAMEN wie pri­va­te Nut­zer, so Gärt­ner.

Man wol­le sich durch inno­va­ti­ve und fle­xi­ble Lösun­gen von exis­tie­ren­den Anbie­tern deut­lich dif­fe­ren­zie­ren, und den Umstieg so ein­fach wie mög­lich machen.

Thin­king Big

Nach drei Stun­den mit den FRAMEN Grün­dern, ver­las­se ich das WeWork Gebäu­de in der Frank­fur­ter Tau­nus­an­la­ge mit dem Gefühl, dass hier etwas ganz Beson­de­res ent­steht.

Noch hat es kei­ne Fir­ma ver­stan­den, den bis­her schläf­ri­gen Markt der digi­ta­len Bil­der­rah­men mit einem über­zeu­gen­den Kon­zept in Schwung zu brin­gen.

Spo­ti­fy kommt aus Schwe­den, Net­flix aus den USA und viel­leicht kommt die zukünf­ti­ge Tech­no­lo­gie für visu­el­le Inhal­te ja von den FRAnk­furt MEN.

(Fotos: Copy­right Framen GmbH)