Die ulti­ma­ti­ve 10 Pun­k­­te-Check­­lis­­te für den Kauf eines digi­ta­len Bil­der­rah­mens

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Digi­ta­le Bil­der­rah­men sind eine Berei­che­rung für jeden der schö­ne Fotos mag. Sie geben dem Zuhau­se eine beson­de­re Note und unter­stüt­zen im geschäft­li­chen Bereich die Kun­den­ge­win­nung. Aber was ist der für eure Ansprü­che bes­te Rah­men?

Mit die­sem Arti­kel bie­te ich euch eine umfang­rei­che Ein­kaufs­hil­fe, damit ihr euch mit den Merk­ma­len von digi­ta­len Bil­der­rah­men ver­traut machen und dann eine bes­tens infor­mier­te Kauf­ent­schei­dung tref­fen könnt.

War­um die meis­ten Pro­dukt­tests nichts tau­gen

Die meis­ten Pro­dukt­tests behaup­ten mit markt­schreie­ri­schen Wor­ten zu wis­sen, was für uns "Das Bes­te" ist. Dabei wird dann in einem auf­wen­di­gen Bewer­tungs­sys­tem eine Zahl ermit­telt, die uns vor­ma­chen soll, dass es sich hier um den "Test­sie­ger" han­delt.

Aber woher weiß der Tes­ter denn, was für mich eigent­lich wich­tig ist?

Ich glau­be, dass die­ser Ansatz für poten­ti­el­le Käu­fer schlicht­weg unbe­frie­di­gend ist. Es mag sich gut ver­kau­fen und lei­der fal­len die meis­ten wohl dar­auf her­ein. Aber letzt­end­lich sind doch die eige­nen Ent­schei­dungs­kri­te­ri­en aus­schlag­ge­bend.

Es gibt kei­nen "bes­ten" Digi­tal­rah­men: Es gibt den bes­ten Rah­men für dein Anfor­de­rungs­pro­fil. Was für den einen unwich­tig ist, kann für den ande­ren ein "Muss" sein.

Vor dem Hin­ter­grund mei­ner lan­gen Erfah­rung mit digi­ta­len Bil­der­rah­men habe eine Check­lis­te erstellt, die jedem, der sich mit dem The­ma beschäf­tigt, ein gutes Rüst­zeug an die Hand gibt, um die rich­ti­ge Kauf­ent­schei­dung zu tref­fen.

Ich wer­de euch mit den wich­tigs­ten Hard- und Soft­ware Merk­ma­len ver­traut machen. Aber die Ent­schei­dung, ob ein Fea­ture für euch wich­tig ist, und damit in die Bewer­tung ein­flie­ßen soll­te, liegt allein bei euch.

Neben eurem per­sön­li­chen Pro­dukt­test erfahrt ihr auch noch viel über den aktu­el­len Stand der Tech­nik bei digi­ta­len Bil­der­rah­men, was euch die ein oder ande­re Anre­gung lie­fern kann.

Die­se Check­list wird auch die Basis für mei­ne Pro­dukt­be­spre­chun­gen auf die­sem Blog sein. Wenn ihr nach der Lek­tü­re eines Pro­dukt­tests noch mehr Hin­ter­grund erfah­ren möch­tet, dann lest euch ein­fach die­sen Arti­kel noch ein­mal durch.

Design & Anmu­tung

Ein digi­ta­ler Bil­der­rah­men ist wie ein Möbel­stück in eurem Zuhau­se. Daher muss er zu eurer sons­ti­gen Ein­rich­tung pas­sen.

Was bei uns Män­nern noch durch­geht, wird von unse­ren (Ehe-)Frauen deut­lich kri­ti­scher beäugt wer­den. Sie ver­ste­hen in Regel auch ein­fach mehr davon, wie man ein Haus stil­voll ein­rich­tet!

Mate­ri­al und Far­be des Rah­men

Der ers­te Ein­druck noch vor dem Ein­schal­ten kommt vom Mate­ri­al des Rah­mens. Hier gibt es Alu­mi­ni­um, Holz oder Plas­tik zur Aus­wahl. Wel­ches Mate­ri­al passt hier bes­ser ins Wohn­zim­mer?

Die meis­ten hoch­wer­ti­gen Rah­men wer­den aus Holz gefer­tigt sein, die klei­nen, güns­ti­ge­ren Model­le eher aus Plas­tik. Metall­rah­men fin­det man eher bei hybri­den Bilderrahmen/Fernseher.

Wel­che Rah­men­far­ben wer­den ange­bo­ten und könn­te man sie nach­träg­lich aus­wech­seln?

Mit oder ohne Pas­se­par­tout

Will man einen Pas­se­par­tout? Bei­des kann ele­gant aus­se­hen. Vie­le Rah­men haben einen, damit sie mehr nach einem gerahm­ten Bild aus­se­hen.

Aber in einem moder­nen Ambi­en­te kann ein Rah­men ohne Pas­se­par­tout moder­ner wir­ken.

Bil­der­rah­men wie Sam­sungs The Frame haben sogar einen digi­ta­len Pas­se­par­tout, der ver­blüf­fend echt aus­sieht. Hier kann man also wäh­len, was man bevor­zugt.

Auch gibt es Rah­men, die rie­si­ge Abmes­sun­gen haben, weil der Holz­rah­men und der Pas­se­par­tout so groß sind. In der Mit­te ist dann ein recht klei­nes Dis­play. Das mag in Muse­en bei klei­nen Male­rei­en ganz ele­gant wir­ken, aber für digi­ta­len Bil­der­rah­men ist das weni­ger ide­al.

Sicht­ba­re Sen­so­ren und stö­ren­de Lich­ter

Hat der Rah­men sicht­ba­re Sen­so­ren oder Lich­ter an der Vor­der­sei­te? Eini­ge digi­ta­le Bil­der­rah­men haben einen Bewe­gungs­sen­sor im Pas­se­par­tout, der mit rund 8mm Grö­ße nicht immer ganz dezent her­aus­steht. Ob man einen Bewe­gungs­sen­sor braucht, ist aus mei­ner Sicht frag­lich. Beson­ders schön sieht er jeden­falls nicht aus, und es gibt ande­re Metho­den zur Ener­gie­ein­spa­rung.

Ande­re klei­ne Löcher im Pas­se­par­tout kön­nen Infra­rot­sen­so­ren für die Fern­be­die­nung oder Hel­lig­keits­sen­so­ren sein. Sie sind mit 1-2mm jedoch recht klein und stö­ren die Ästhe­tik nicht so sehr.

Sen­so­ren im Pas­se­par­tout ver­ra­ten sehr schnell, dass es sich nicht um einen klas­si­schen son­dern einen digi­ta­len Bil­der­rah­men han­delt. Man­che Her­stel­ler machen das etwas dezen­ter als ande­re.

Sicht­ba­re Tas­ten soll­ten bei einem Bil­der­rah­men abso­lut nicht her­aus­ra­gen. Die sieht man auch nur bei sehr ein­fa­chen Aus­füh­run­gen. Auch eine Power LED ist ein No-Go.

Das Dis­play

In dem Arti­kel "10 wich­ti­ge Tipps zur Aus­wahl des rich­ti­gen Moni­tors für dei­nen digi­ta­len Bil­der­rah­men" gehe ich aus­führ­lich auf die Kri­te­ri­en für ein Dis­play für einen Selbst­bau­rah­men ein.

Ich fas­se hier mal die rele­van­ten Punk­te beim Kauf eines digi­ta­len Bil­der­rah­mens zusam­men.

Dis­play Grö­ße

Für einen wand­be­fes­tig­ten digi­ta­len Bil­der­rah­men wür­de ich eine Grö­ße von 21 Zoll und mehr emp­feh­len. Mit dem rich­ti­gen Bud­get kann man natür­lich auch sehr viel grö­ßer gehen, zum Bei­spiel den "The Frame" von Sam­sung mit gran­dio­sen 65 Zoll.

Die Bild­schirm­grö­ße zwi­schen 24 und 30 Zol­le emp­fin­de ich für die Auf­stel­lung im Wohn­zim­mer am geeig­nets­ten. Aber auch die sehr viel grö­ße­ren Bild­schir­me sind reiz­voll, aber dafür braucht es die ent­spre­chen­den Räum­lich­kei­ten und den not­wen­di­gen Abstand, so dass man nicht zu nahe davor ste­hen muss.

Wenn du nur einen ein­fa­chen, klei­nen Auf­stell­rah­men für den Schreib­tisch suchst, dann wirst du dort ein gro­ßes Ange­bot, wie zum Bei­spiel von NIX, fin­den. So wahn­sin­nig schön sind die nicht, aber bil­lig.

Dis­play Qua­li­tät

Die Qua­li­tät von Bild­schir­men wird durch die Kenn­zahl Pixels pro Zoll (Pixel per inch - PPI) defi­niert. Je mehr Pixel, umso schär­fer das Bild.

Ein Bei­spiel: Ein 24 Zoll Bild­schirm mit einer Auf­lö­sung von 1920 x 1200 hat eine Pixel­dich­te von 94 pro Zoll. Ein 30 Zol­ler mit der glei­chen Auf­lö­sung nur 75. Für dei­nen Bild­schirm kannst du das leicht auf der Web­sei­te Pixel Size Cal­cu­la­tor aus­rech­nen.

Der Unter­schied erschließt sich nicht immer auf den ers­ten Blick. Aber im Neben­ein­an­der­ver­gleich siehr man es dann doch recht deut­lich. Und wenn man sich ein­mal dar­an gewöhnt hat, will man nichts ande­res mehr.

Man kennt "Reti­na Screens" von iPho­nes, wo sie zuerst auf­tauch­ten. Spä­ter dann auch auch Mac­Books und vie­len ande­ren Com­pu­tern. Ab dem Moment wur­de den Leu­ten klar, wie gut ein Bild­schirm sein kann. Das ist wie mit Fern­se­hen nach HD.

Wenn du einen Bild­schirm jen­seits der 27 Zoll kau­fen willst, wür­de ich dir raten, nach einem 4K Modell Aus­schau zu hal­ten. Das Bild ist ein­fach bestechend scharf.

Als Dau­men­re­gel für einen akzep­ta­blen PPI Wert wür­de ich 90 anset­zen. Je höher, des­to bes­ser. Und je wei­ter man bei der Betrach­tung vom Bild­schirm ent­fernt steht, umso weni­ger rele­vant ist der PPI Wert.

Sei­ten­ver­hält­nis

Das Sei­ten­ver­hält­nis bezeich­net das Ver­hält­nis zwi­schen der Brei­te des Bil­der­rah­mens zu sei­ner Höhe. Die meis­ten digi­ta­len Bil­der­rah­men haben ein Sei­ten­ver­hält­nis von 16:9.

Nur ist das lei­der nicht ide­al, auch wenn es dafür einen Grund gibt.

Künst­le­ri­sche Meis­ter­wer­ke und Foto­gra­fi­en wur­den meis­tens im Ver­hält­nis von 4:3 oder 3:2 ange­legt.  Mit der zuneh­men­den Popu­la­ri­tät von Vide­os, gin­gen die Com­­pu­­ter-Bil­d­­schir­m­her­stel­­ler lei­der dazu über, die Dis­plays brei­ter zu machen.

16:9 wur­de von vie­len Her­stel­lern als Stan­dard­for­mat ange­nom­men. Es gibt noch 16:10 Moni­to­re zu kau­fen, aber sie sind oft um eini­ges teue­rer und über 27 Zoll wird die Luft dann sehr dünn.

Das heißt für den All­tag, dass Bil­der, die mit 3:2 auf­ge­nom­men wur­den, stark beschnit­ten wer­den müs­sen, außer man man schwar­ze Bal­ken links und rechts - was auch nicht beson­ders ansehn­lich ist.

Wäh­rend die meis­ten Leu­te es viel­leicht nicht ein­mal so sehr bemer­ken, ist es für uns Foto­gra­fen, die ein Auge für die­se Details haben, über­haupt nicht groß­ar­tig.

Man kann jetzt argu­men­tie­ren, dass durch die Han­­dy-Foto­gra­­fie die Bil­der immer brei­ter wür­den, aber die­sen Trend sehe ich aktu­ell nicht.  Der aktu­el­le Han­­dy-Stan­dard liegt bei 4:3, also noch weni­ger breit.

Wenn du die Wahl hast zwi­schen einem 16:10 und einem 16:9 Modell, wür­de ich immer die 16:10 Vari­an­te emp­feh­len. Aber lei­der hat das Arten­ster­ben auch 16:10 Bild­schir­me erreicht.

Glän­zend oder matt

Es gibt zwei Arten von Bild­schirm­ober­flä­che. Die glän­zen­de und die mat­te Vari­an­te. Glän­zen­de Bild­schir­me haben meis­tens sehr star­ke Far­ben, wäh­rend es bei mat­ten Dis­plays merk­lich weni­ger Reflek­tio­nen gibt.

Mat­te Dis­play haben eine Ober­flä­chen­be­schich­tung, die Reflek­tio­nen redu­ziert, was etwas die Farb­kräf­tig­keit redu­ziert.

Aus mei­ner Erfah­rung her­aus ist ein mat­ter Bil­der­rah­men vor­teil­haf­ter. Die Far­ben sind bei aktu­el­len Model­len immer noch her­vor­ra­gend, gleich­zei­tig aber nicht so über­trie­ben, wie man es mit­un­ter bei den glän­zen­den Vari­an­ten sieht.  Damit fügt es sich auch dezen­ter in eine Wohn­zim­mer­um­ge­bung ein.

Aber letzt­end­lich ist es Geschmack­sa­che und abhän­gig von dem vor­ge­se­he­nen Ein­satz­zweck.

Betrach­tungs­win­kel

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber möch­te ich die­sen Punkt hier auf­füh­ren, auch wenn die Qua­li­tät heu­ti­ger Bild­schir­me so gut gewor­den ist, dass die meis­ten die­ses Kri­te­ri­um erfül­len.

Der Betrach­tungs­win­kel gibt Aus­kunft dar­über, ob man den Inhalt des Bild­schirms auch von der Sei­te noch gut sehen kann. Bei älte­ren Model­len kann das Bild von der Sei­te dun­kel oder die Far­ben ver­zerrt, wir­ken.

Vor allem in einem Wohn­zim­mer will man aber, dass der Bil­der­rah­men von allen Sei­ten gut gese­hen wer­den kann. Der maxi­ma­le Wert dafür ist 180 Grad ver­ti­kal und hori­zon­tal.

Heu­ti­ge IPS Bild­schir­me sind meist für 160 Graf hori­zon­tal und 140 ver­ti­kal gebaut, mehr als genug.

Aber es scha­det nicht, einen kur­zen Blick auf die Spe­zi­fi­ka­tio­nen zu wer­den.

Wand­be­fes­ti­gung

Ein Punkt, der jetzt etwas über die Qua­li­tät hin­aus­geht ist die Mög­lich­keit der Wand­be­fes­ti­gung, wenn es das ist, was man machen möch­te.

Hier gibt es Vari­an­ten, die ein Dre­hen des Rah­mens erlau­ben und der Moni­tor dann auch auto­ma­tisch umschal­tet. Das mag gera­de für geschäft­li­che Anwen­dun­gen vor­teil­haft ein.

Com­pu­ter Hard­ware

Ein digi­ta­ler Bil­der­rah­men is ja nichts ande­res als ein Moni­tor und ein klei­ner Com­pu­ter.

In der Regel, wird man nir­gends einen Hin­wei­se auf die ver­bau­te CPU order sons­ti­ge Hard­ware fin­den. "Intel Insi­de" Sti­cker gibt es hier nicht.

Und es ist auch ziem­lich egal. Die meis­ten Rah­men haben ein Andro­id Board oder einen Rasp­berry Pi im Ein­satz, auf dem ein Open Source Betriebs­sys­tem läuft.

Lärm

Da die CPU Leis­tungs­an­for­de­run­gen bei einem Bil­der­rah­men sehr gering sind, wird fast immer kein Lüf­ter benö­tigt. Das heißt kein Lärm, also 0dB. Ich hat­te mal einen Bil­der­rah­men mit einer Fest­plat­te, die man hören konn­te. Im SSD Zeit­al­ter wird das heu­te aber nicht mehr ver­baut.

Bei grö­ße­ren 4K Model­len soll­te man nach­fra­gen, ob es einen Lüf­ter gibt.

Wlan

Was durch­aus rele­vant sein kann ist die Fra­ge des Wlans. Bis auf die ganz klei­nen SD-Kar­­ten basie­ren­den Rah­men, haben alle digi­ta­len Bil­der­rah­men Wlan.

Hier gibt es Unter­schie­de in der Geschwin­dig­keit. 5 GHz deut­lich schnel­ler als das älte­re 2.4 GHz Pro­to­koll, aber das muss auch vom hei­mi­schen Rou­ter unter­stützt wer­den.

Das Num­me­rie­rungs­sche­ma der Wi-Fi Alli­an­ce ist alles ande­re als ver­brau­cher­freund­lich. Es gibt 802.11a, 802.11g, 802.11n, und 802.11ac für die gän­gi­gen Spe­zi­fi­ka­tio­nen.

Schaut ein­fach, ob 5 GHz auf­ge­führt ist, das ist das schnel­le Pro­to­koll.

Die Wlan Ges­schwin­dig­keit ist vor allem dann nütz­lich, wenn du Bil­der lokal auf dei­nen Rah­men lädst oder eine Strea­ming Vari­an­te, mit nur begrenz­ter loka­ler Daten­hal­tung, ein­setzt wie es zum Bei­spiel bei dem FRAMEN Play­er imple­men­tiert wur­de.

Anschlüs­se

Auf­grund der Anfäl­lig­keit von USB-Sticks und SD Kar­ten ver­zich­ten die Her­stel­ler bei den höher­wer­ti­ge­ren Model­len die­se Anschlüs­se. Die Bil­der wer­den in die­sem Fall per Wlan auf den Rah­men über­tra­gen. Falls es doch einen USB-Anschluss geben soll­te, dient der meis­tens nur War­tungs­ar­bei­ten.

Laut­spre­cher

Laut­spre­cher kön­nen für den Ein­satz von Bil­der­rah­men im geschäft­li­chen Bereich wich­tig wer­den, vor allem, wenn Vide­os abge­spielt wer­den sol­len. Für den Wohn­zim­mer­ein­satz braucht man sie weni­ger.

Exter­ne Hard­ware

Ein letz­ter aber wich­ti­ger Punkt: Man fin­det Bil­der­rah­men, die zwar sehr dünn sind aber deren Hard­ware aus­ge­la­gert wur­de. So braucht der "The Frame" von Sam­sung eine ziem­lich gro­ße Con­trol­ler­box, was man auf den Wer­be­bil­dern nicht sieht oder kaum bemerkt.

Zum ande­ren kön­nen die Netz­tei­le aus­ge­la­gert sein. Das heißt, dass auch bei einem vor­han­den 220V Anschluss an der Wand, man immer noch das sper­ri­ge Netz­teil unter­brin­gen muss.

Daher ist es wich­tig, die­sen Punkt vor dem Kauf genau zu ver­ste­hen. Ist die Hard­ware kom­plett im Rah­men ver­baut oder braucht es exter­ne Bestand­tei­le?

Bil­der­ver­wal­tung

So wich­tig auch die Hard­ware des Bil­der­rah­mens sein mag, die pas­sen­de Soft­ware ist min­des­tens genau­so wich­tig.

Die Sof­t­­wa­re-Sei­­te lässt sich in drei Berei­che unter­tei­len: Bil­der­ver­wal­tung, Abspiel­op­tio­nen und all­ge­mei­ne Steue­rung.

Die Bil­der­ver­wal­tung bezieht sich zunächst auf die Art und Wei­se, wie leicht sich eige­ne Bil­der auf den Rah­men laden (und wie­der löschen) las­sen und wie man Bil­der von Drit­ten wie z.B. Stock Images ein­bin­den kann.

Eige­ne Bil­der hin­zu­fü­gen

Zunächst die Fra­ge nach dem Hoch­la­den von Bil­dern. Geht das über eine Smart­pho­ne App? Kön­nen Bil­der per Email an den Rah­men gesen­det wer­den?

Wie kann es Fri­ends & Fami­ly gestat­tet wer­den, Bil­der hin­zu­zu­fü­gen? Geht das Hoch­la­den auch über den Brow­ser vom Desk­top aus? Geht ein Mas­­sen-Upload? Kann man den Bil­der­rah­men direkt mit sei­ner Drop­box oder Apple/Google Pho­tos ver­bin­den?

Ich bin immer wie­der über­rascht, wie schlecht, trotz wun­der­schö­ner Hard­ware, die Soft­ware von Unter­hal­tungs­elek­tro­nik (und dazu zäh­le ich den digi­ta­len Bil­der­rah­men) ist. Wenn man sich die Foren oder Pro­dukt­be­wer­tun­gen auf Ama­zon anschaut, dann wird oft die Soft­ware als die eigent­li­che Schwä­che eines ansons­ten guten Pro­duk­tes gese­hen.

Und dabei muss gera­de das Hoch­la­den und Edi­tie­ren von Bil­der so ein­fach wie mög­lich gestal­tet sein, da man ansons­ten die Bil­der sel­ten aktua­li­siert. Und das ver­dirbt einem schnell die Freu­de am digi­ta­len Foto­rah­men.

Manch­mal fragt man sich, wie­vie­le Her­stel­ler ihren eige­nen Bil­der­rah­men eigent­lich zuhau­se ein­set­zen.

Wenn man aber am Flug­ha­fen auf der Rück­rei­se aus einem schö­nen Urlaub beim War­ten auf das Boar­ding die schöns­ten Fotos direkt und ein­fach an sei­nen Bil­der­rah­men zuhau­se schi­cken kann, dann hat der Her­stel­ler sich wirk­lich Gedan­ken über die Soft­ware gemacht.

Oder wenn es für Kin­der ein­fach ist, Bil­der an den Rah­men im elter­li­chen Wohn­zim­mer zu schi­cken, dann macht ein digi­ta­ler Foto­rah­men rich­tig Spaß.

Auf Bil­der von Drit­ten zurück­grei­fen

Neben eige­nen Bil­dern, macht es Spaß, gute Fotos oder sogar Kunst­wer­ke auf den Rah­men zu brin­gen.

Viel­leicht bist du auch nicht der begab­tes­te Foto­graf, aber trotz­dem ein gro­ßer Fan der Kunst. Dann ist wich­tig, auf exter­ne Play­lis­ten zurück­grei­fen, oder sich einen Chan­nel abon­nie­ren zu kön­nen, von dem neue Bil­der gestreamt wer­den.

Vide­os abspie­len

Vide­os mögen im häus­li­chen Wohn­zim­mer weni­ger wich­tig sein, sie sind aber essen­ti­ell für geschäft­li­che Wer­be­ak­tio­nen. Nicht alle Foto­rah­men beherr­schen das Abspie­len von Vide­os, das soll­te zuvor genau nach­ge­fragt wer­den.

Bild­ab­spiel­op­tio­nen

Mit gro­ßer Lei­den­schaft habe ich hier recher­chiert und mei­ne Erfah­run­gen im Arti­kel "Die 5 wich­tigs­ten Kri­te­ri­en, auf die du beim Ver­gleich von digi­ta­len Bil­der­rah­men ach­ten soll­test" dar­ge­legt.

Aus mei­ner Sicht, wird die­sem Aspekt viel zu wenig Beach­tung geschenkt und dabei ist er so wich­tig.

Zunächst geht es um die Fra­ge der Bild­über­gän­ge.

Wie der Name schon sagt, geht es um die Art des Wech­sels von einem Bild zum nächs­ten. Im ein­fachs­ten Fall, gibt es einen har­ten Schnitt.

Die­se har­te Schnitt wirkt aber wie eine Stö­rung, vor allem bei grö­ße­ren Bild­schir­men.

Bil­der haben unter­schied­li­che Hel­lig­kei­ten und die lenkt ab, kann sogar erschre­cken und unan­ge­nehm wir­ken.

Hier ist ein Bei­spiel für eine sanf­te Über­blen­dung (mit leich­ter Klaviermusik).[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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Bei eini­ge Bil­der­rah­men kön­nen vie­le unter­schied­li­che Über­gangs­ty­pen ein­ge­stellt wer­den, oder man lässt sich im Zufalls­mo­dus über­ra­schen. Das kann ganz nett sein aber oft­mals nutzt sich der Effekt schnell ab.

Aus Erfah­rung kann ich sagen, dass der bes­te Über­gangs­ef­fekt eine lang­sa­me Kreuz­über­blen­dung (ca. 10-15 Sekun­den) ist. Wenn dein aus­ge­wähl­ter Foto­rah­men die­sen Modus beherrscht, dann ist das ein wich­ti­ger Punkt.

Play­lis­ten und Fil­ter

Mit Play­lis­ten kann man die Bil­der, die gezeigt wer­den sol­len, ein­schrän­ken.

Play­lis­ten kann man ent­we­der hän­disch anle­gen oder vir­tu­ell als regel­ba­sier­te Play­lis­ten.

Bei den manu­el­len Play­lis­ten ord­net man die Bil­der the­men­ba­siert zu, also Hoch­zeit, Urlaub, Kin­der etc. Im pri­va­ten Bereich ist es prak­tisch, wenn man bei­spiels­wei­se eine Fei­er hat, wo man nur bestimm­te Bil­der zei­gen will. Für den geschäft­li­chen Pro­­­mo­­ti­on-Bereich ist es eine abso­lu­te Not­wen­dig­keit, die Aus­wahl der Bil­der ein­schrän­ken zu kön­nen.

Vie­le von euch ken­nen die regel­ba­sier­ten Play­lis­ten von iTu­nes. Dort kann man bestimm­te Fil­ter set­zen, bei­spiels­wei­se auf Basis des Musik­gen­res. Auf Bil­der über­tra­gen könn­te man die EXIF Daten aus­le­sen und Defi­ni­tio­nen wie Datums­be­rei­che (für Urlau­be oder Ereig­nis­se) aus­le­sen. Oder man geht einen Schritt wei­ter in Rich­tung auto­ma­ti­sche Gesichts­er­ken­nung mit Hil­fe von Google Pho­tos.

Das letz­te­re ist schon etwas anspruchs­vol­ler, zeigt aber, was mit einer inno­va­ti­ven Soft­ware­ab­tei­lung gestemmt wer­den kann.

Wenn der Bil­der­rah­men Play­lis­ten unter­stützt, dann ach­tet dar­auf, dass es eine Zufalls­wie­der­ga­be gibt. Das erhöht die Span­nung, wel­ches Bild als nächs­tes kommt.

Außer­dem soll­te es mög­lich sein, eine Mehr­fach­aus­wahl von Play­lis­ten vor­zu­neh­men. Play­lis­ten haben ihren Zweck, aber oft­mals möch­te man sich ein­fach über­ra­schen las­sen, wel­che Bil­der aus einem umfang­rei­chen Bil­der­fun­dus hoch­kom­men.

All­ge­mei­ne Bedie­nung des Rah­mens

Hier geht um die all­ge­mei­ne Bedie­nung eures Rah­mens. Das Stich­wort dabei ist wie­der Benut­zer­freund­lich­keit.

Anzu­tref­fen­de Fea­tures sind ein Ale­xa oder Google Home Inter­face, Ges­ten­steue­rung, eine Fern­be­die­nung, ein Bewe­gungs­mel­der oder Anwe­sen­heits­er­ken­nung über Han­dy, um den Rah­men bei Abwe­sen­heit auto­ma­tisch aus­zu­schal­ten. Auch eine auto­ma­ti­sche Hel­lig­keits­steue­rung gibt es.

Jeder im Haus (oder Büro) muss in der Lage sein, den Rah­men zu bedie­nen, ohne zuvor stun­den­lan­ge Trai­nings zu absol­vie­ren.

Strom­ver­brauch im Betriebs- und Ruhe­zu­stand

Ein 21 - 24 Zoll gro­ßer Digi­tal­rah­men zieht zwi­schen 10 und 20 Watt Strom. In Deutsch­land heißt das € 2-3 an monat­li­chen Strom­kos­ten bei einem Betrieb von 16 Stun­den täg­lich.

Das ist zwar nicht viel, aber es ist Ver­schwen­dung, wenn der Rah­men nicht gebraucht wird und trotz­dem ange­schal­tet bleibt.

Aber hier gibt es auch einen Kom­fort­as­pekt.

In vie­len Foto­rah­men sind Bewe­gungs­mel­der ver­baut, die das Gerät nur anschal­ten, wenn eine Bewe­gung fest­ge­stellt wird. Das funk­tio­niert nicht immer so gut, vor allem wenn der Rah­men in einem grö­ße­ren Raum auf­ge­hängt wird. Und auch von der Fer­ne will man ja Bil­der sehen.

Dane­ben gibt es Hel­lig­keits­sen­so­ren, die den Rah­men aus­schal­ten, sobald es dun­kel wird. Aus mei­ner Sicht auch kei­ne ganz zuver­läs­si­ge Metho­de.

Die für mich per­sön­lich bes­te Imple­men­tie­rung ist eine Anwe­sen­heits­er­ken­nung, die ans Han­dy gebun­den ist, gekop­pelt mit einer Sprach­steue­rung "Gute Nacht" über Ale­xa. Zuge­ge­be­ner­ma­ßen ein Selbst­bau­pro­jekt aber unter Ver­wen­dung von offe­nen Stan­dard­schnitt­stel­len und nicht schwer für Her­stel­ler umzu­set­zen.

Ver­ka­be­lung

Die­ser Punkt hängt eng mit dem ers­ten "Design & Anmu­tung" zusam­men. Wenn es etwas gibt, was wirk­lich nicht schön aus­sieht, dann ist das ein Strom­ka­bel, was auf dem Rah­men her­aus­läuft.

Das haben die Her­stel­ler auch begrif­fen und bie­ten Lösun­gen an wie Flach­ka­bel, über die man mit Wand­far­be malen kann oder die man unter der Tape­te ver­le­gen kann. Schaut nach, ob euer Her­stel­ler das auch anbie­tet.

Ein nicht sicht­ba­res Kabel macht einen enor­men Unter­schied wie ihr auch hier sehen könnt.

Her­stel­ler

Ist es rele­vant, von wem der digi­ta­le Bild­rah­men her­ge­stellt wird? Soll­te man nur von renom­mier­ten Unter­neh­men kau­fen?

Ich glau­be, dass es ziem­lich egal ist. Eine Rei­he klei­ne­rer Unter­neh­men hat im Markt für digi­ta­le Bil­der­rah­men mit ech­ten Inno­va­tio­nen geglänzt.

So hat FRAMEN moderns­te Soft­ware zur Steue­rung von Bil­dern und Bil­der­rah­men ent­wi­ckelt und ist doch erst seit 2018 im Geschäft. Und im Gegen­satz dazu bie­tet Sam­sung erstaun­li­che Hard­ware mit "The Frame" an, aber die dazu­ge­hö­ri­ge Soft­ware ist das The­ma von viel Kum­mer in Sup­­port-Foren.

Und genau­so wie klei­ne­re Unter­neh­men ihren Betrieb ein­stel­len kön­nen, kann eine gro­ße Fir­ma aus einer Pro­dukt­rei­he aus­stei­gen. Eine Garan­tie gibt es in kei­nem Fall.

Was für mich zählt, ist ob der Rah­men mei­nen Anfor­de­run­gen ent­spricht. Es han­delt sich um ein Pro­dukt, was an sich kei­ne War­tung braucht, da es kei­ne beweg­li­chen Tei­le hat. Und wenn man ihn nicht fal­len lässt, soll­te er vier bis acht Jah­re hal­ten.

Anschaf­fungs­preis und Abon­ne­ments

Der letz­te Punkt ist natür­lich der Preis.

Und da nebst Hard­ware zuneh­mend Ser­vices im Vor­der­grund ste­hen, muss man genau prü­fen, wie­viel ein­ma­lig und danach even­tu­ell monat­lich oder jähr­lich an Kos­ten anfal­len.

Ser­vices kann z.B. ein Abon­ne­ment von kura­tier­ten Kunst­bil­dern (wie z.B. bei Meu­ral) oder aus­ge­such­ten Foto­gra­fi­en sein.

Ich habe grund­sätz­lich nichts gegen Sof­t­­wa­re- oder Ser­vice-Abon­­ne­­ments solan­ge ein ech­ter und lau­fen­der Wert dahin­ter steht.

Wenn die Bil­der in der Cloud abge­spei­chert sind und somit eine wirk­lich benut­zer­freund­li­che Steue­rung ver­schie­de­ner Rah­men erlaubt (wie z.B. FRAMEN), dann stellt das einen ech­ten Mehr­wert dar (dem ja auch Kos­ten gegen­über ste­hen), der ver­gü­tet wer­den muss.

Fazit

Jede Kauf­ent­schei­dung ist anders. Für den einen ent­schei­det der Preis, der ande­re will abso­lut ein bestimm­tes Fea­ture haben.

Ich hof­fe, euch hat die Lis­te ein wenig gehol­fen, einen Über­blick über ver­schie­de­ne Aspek­te bei digi­ta­len Foto­rah­men zu bekom­men, auf die ihr beim Kauf ach­ten soll­tet. Und dabei könnt ihr immer ent­schei­den, ob es für euch per­sön­lich wich­tig ist oder nicht.

Die­se Check­lis­te ist auf die Basis für mei­ne Pro­dukt­tests. Falls ihr dort also mehr Ein­ord­nung braucht, kommt ein­fach zu die­sem Arti­kel wie­der zurück.

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