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Der Rasp­berry Pi 4 ist die Har­d­­wa­re-Refe­­renz für selbst­ge­bau­te digi­ta­le Bil­der­rah­men

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Als ich mei­nen ers­ten digi­ta­len Bil­der­rah­men 2014 sel­ber bau­en muss­te, weil es kei­nen pas­sen­den Ersatz mit gro­ßem Bild­schirm mehr zu kau­fen gab, habe ich mir ver­schie­de­ne Hard­ware Platt­for­men ange­schaut. Seit­dem ich dann den Rasp­berry Pi ent­deckt hat­te, blieb ich dabei.

In dem heu­ti­gen Arti­kel erklä­re ich euch, war­um der Rasp­berry Pi immer noch die bes­te Hard­ware Lösung für einen digi­ta­len Bil­der­rah­men dar­stellt.

Und mit der Ein­füh­rung des Rasp­berry Pi 4 im Juni 2019 soll­te sich der Wett­be­werb ziem­lich schwer tun, das noch zu über­tref­fen.

Mini Com­pu­ter mit gro­ßem Poten­ti­al

Die Ein­füh­rung von Mini Com­pu­tern hat zu einer Viel­zahl von neu­en Anwen­dungs­be­rei­chen für Zuhau­se und für die Geschäfts­welt geführt.

Das typi­sche Intel oder AMD Mother­board war nicht nur recht groß son­dern auch ener­gie­hung­rig. Die neu­en ARM-basier­­ten Mini Com­pu­ter haben die Flä­che von einer Kre­dit­kar­te und brau­chen nur ein klei­nes Netz­teil.

Das mach­te sie zur per­fek­ten Platt­form nicht nur für Hob­­by-Ele­k­­tro­­ni­ker son­dern auch für kom­mer­zi­el­le Anwen­dun­gen.

Als ich mir damals in 2014 Gedan­ken über mög­li­che Hard­ware Platt­for­men mach­te, erstell­te ich für mich eine Lis­te von Anfor­de­run­gen, die sich eigent­lich bis heu­te kaum geän­dert hat.

  • 0 dB Lärm. Also kei­nen Lüf­ter und auch sonst kei­ne beweg­li­chen Tei­le.
  • HDMI Aus­gang, der min­des­tens an einem 24 Zoll Moni­tor mit einer Auf­lö­sung von 1920 x 1200 px funk­tio­niert und idea­ler­wei­se 4K Unter­stüt­zung hat.
  • Eine klei­ne Pla­ti­ne, idea­ler­wei­se nicht grö­ßer als eine Kre­dit­kar­te, die in der Höhe nicht über 2-3 cm hin­aus­ragt. Also kei­ne rie­si­gen Kühl­kör­per.
  • Strom­be­darf von unter 10 Watt
  • Aus­rei­chen­de CPU/GPU Power, um Bil­d­be­­trach­­tungs-Sof­t­­wa­re mit sanf­ten Über­blen­dun­gen lau­fen zu las­sen

Was das Betriebs­sys­tem anging, war die Ent­schei­dung leicht. Micro­soft Win­dows oder Apple macOS wären kom­plet­ter Over­kill für so ein klei­nes Sys­tem, und daher ent­schied ich mich für Linux, was auch den Vor­teil hat­te, das es Open Source und kos­ten­los war.

Damals vor fünf Jah­ren war der Rasp­berry Pi der unum­strit­te­ne Anbie­ter bei Mini Com­pu­tern und somit die logi­sche Kon­se­quenz für mein Pro­jekt. Aber gilt das auch noch 2019?

Der Rasp­berry Pi erobert die Welt

Rasp­berry Pi ist der Mar­ken­na­me für eine Rei­he von Mini Com­pu­tern, die von einer Stif­tung im Ver­ei­nig­ten König­reich auf den Markt gebracht wur­den. Das Ziel war damals, Com­pu­ter Sci­ence in Schu­len zuhau­se und in Ent­wick­lungs­län­dern zu för­dern. Das Ziel wur­de mehr als über­trof­fen.

Allein letz­tes Jahr wur­den 20 Mil­li­on Rasp­berry Pi Boards welt­weit ver­kauft und genera­tio­nen­über­grei­fend expe­ri­men­tie­ren Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne damit her­um.

Der Rasp­berry Pi mag für Büro­an­wen­dun­gen etwas zu lang­sam sein aber für den Ein­satz in der Elek­tro­nik­bas­te­lei, Heim­au­to­ma­ti­sie­rung, und für alles, was man heu­te unter Inter­net of Things (IoT) zusam­men­fasst, ist er her­vor­ra­gend geeig­net.

Und er ist die Plat­form der Wahl, wenn ihr euch einen digi­ta­len Bil­der­rah­men bau­en möch­tet.

Die tech­ni­schen Daten sind zunächst nicht sehr beein­dru­ckend ver­gli­chen mit Desk­top Com­pu­tern. Das der­zeit neu­es­te Model der Rasp­berry Pi Fami­lie, der Pi 4, hat nur einen klei­nen Pro­zes­sor und mit maxi­mal 4 GB auch nicht gera­de viel Haupt­spei­cher. Und trotz­dem ver­fügt er über viel mehr Rechen­leis­tung, als Neil Arm­strong und sei­ne Kol­le­gen 1969 bei der ers­ten Mond­lan­dung dabei hat­ten und die ist mehr als aus­rei­chend für den Bau eines digi­ta­len Bil­der­rah­mens.

Was mir auch sehr gut gefiel, war der  gerin­ge Strom­ver­brauch von drei bis vier Watt, was wahr­schein­lich weni­ger ist, als die Stand­by Funk­ti­on von Fern­se­hern zieht.

Die Kos­ten sind mit rund €35 für das Board sehr zugäng­lich für Expe­ri­men­te, auch wenn man ehr­li­cher­wei­se sagen muss, dass hier noch­mal knapp €25 für Netz­teil, Gehäu­se und SD Kar­te dazu­kom­men.

Ent­schei­dend für den Erfolg des Rasp­berry Pi war aber die rie­si­ge Fan­ge­mein­de, die ihr Wis­sen in Foren, Zeit­schrif­ten und Blogs mit gro­ßer Begeis­te­rung wei­ter­trug und immer mehr genia­le Anwen­dun­gen erfand.

Schon das Rasp­berry Pi 2 Model B hat­te 2014 genü­gend Leis­tung für mei­nen ers­ten digi­ta­len Bil­der­rah­men. Und auch fünf Jah­re spä­ter, läuft er noch wie am ers­ten Tag zur gro­ßen Freu­de von Fri­ends & Fami­ly.

Aller­dings woll­te ich nach 5 Jah­ren den Markt mal wie­der unter die Lupe neh­me, wel­che Alter­na­ti­ven es heu­te geben könn­te.

Rasp­berry Pi 4

Das im Juni 2019 aktu­ells­te Modell, der Rasp­berry Pi 4 , ist ein signi­fi­kan­tes Upgrade der Bau­rei­he. Die größ­te Ver­än­de­rung für uns Bast­ler von digi­ta­len Bil­der­rah­men is die neu hin­zu­ge­kom­me­ne Unter­stüt­zung von 4K Moni­to­ren bis zu einer Auf­lö­sung von 3840 x 2160 px. Und das gleich zwei­mal!

Der Rasp­berry Pi 4 Model B

Die CPU hat jetzt 1,5 GHz und Blue­tooth wur­de auf Ver­si­on 5 erhöht. Außer­dem kann man bis zu 4GB RAM bekom­men.

Was ich beim neu­es­ten Modell nicht ganz so opti­mal gelöst fin­de (das fing schon mit dem Rasp­berry Pi 3 B+ an), ist die feh­len­de Spring­fe­der beim WLAN Ein­schub. Beim ers­ten Rein­schie­ben der SD Kar­te dach­te ich schon, dass ich ein defek­tes Board erwischt hät­te und woll­te es zurück­schi­cken. Aber nach etwas Google Suche stell­te das dann als neu­es Fea­ture her­aus. Mei­ne ursprüng­li­che Sor­ge, dass die Kar­te nicht fest genug ver­an­kert wird, wur­de nicht bestä­tigt, trotz­dem sind mit fes­te Ver­an­ke­run­gen lie­ber.

Der neue neue SD Mecha­nis­mus führt aber auch dazu, dass man für einen SD Kar­ten­wech­sel das Mother­board her­aus­neh­men muss, wenn man das Gehäu­se fest auf die Rück­sei­te des Moni­tors geklebt hat - was man bei digi­ta­len Bil­der­rah­men so machen muss. Zuvor ging das noch mit lan­gen Fin­ger­nä­geln oder einer Büro­klam­mer.

Aber das Her­aus­neh­men ist kein gro­ßer Akt. Mit dem rich­ti­gen Gehäu­se geht das blitz­schnell. Und die Erwei­te­rung um einen 4K fähi­gen HDMI Aus­gang ist ziem­lich sen­sa­tio­nell.

Die Grö­ße hat sich nicht ver­bes­sert; beim Strom­ver­brauch habe ich gera­de mal ein Watt mehr gemes­sen, drei bis vier Watt im Ver­gleich zum 3 B+ Modell.

Das Board wird wie damals unver­än­dert für €35 ange­bo­ten, plus SD Kar­te und Netz­teil. 2 GB oder 4 GB RAM kos­ten jeweils rund € 10.- mehr.

Die Clo­ne Krie­ge

Der Erfolg des Rasp­berry Pis rief vie­le Nach­ah­mer auf den Plan. Der Ablauf war in etwa wie damals als der IBM PC auf den Mar­ket kam. Aber anstatt "Com­paq" und vie­len ande­ren, gab es Mar­ken wie Bana­na Pi, Oran­ge Pi, Nan­oPi und ein paar ande­re mit oder ohne "Pi" im Namen.

Wobei der Begriff "Clo­ne" eigent­lich nicht ganz rich­tig ist, da es kei­ne direk­te Kom­pa­ti­bi­li­tät zwi­schen dem Ori­gi­nal Rasp­berry Pi und den ande­ren Boards gibt.

Das heißt lei­der, dass wenn etwas auf dem Rasp­berry Pi läuft, es noch längst nicht auf den Nach­ah­mern funk­tio­niert, da vor allem Gerä­te­trei­ber immer wie­der zu Pro­ble­men füh­ren. "Pi" Anbie­ter möch­ten natür­lich von dem posi­ti­ven Rufs des Ori­gi­nals pro­fi­tie­ren, aber in Wirk­lich­keit haben die Clo­nes oft wenig mit dem Rasp­berry Pi gemein.

Kaum einer wird dane­ben güns­ti­ger als das Ori­gi­nal ange­bo­ten. Vie­le bie­ten aller­dings deut­lich mehr Leis­tung, was für einen digi­ta­len Bil­der­rah­men aber nicht ins Gewicht fällt. Mein durch­schnitt­li­cher CPU Load beim Rasp­berry Pi 4 ist weni­ger als 5%, somit ent­fällt die Not­wen­dig­keit für mehr Pfer­de­stär­ken.

Der Unter­schied in der Grö­ße und Lei­den­schaft der Fan-Basis bedeu­tet auch, dass es viel weni­ger Leu­te gibt, die sich damit aus­ken­nen, und die dir bei Pro­ble­men wei­ter­hel­fen kön­nen. Bei Pro­ble­men mit dem Rasp­berry Pi fin­det man in der Regel schnell eine Lösung.

Alle Beschrei­bun­gen auf mei­nem Blog bezie­hen sich (zumin­dest solan­ge ich nichts Bes­se­res gefun­den habe) auf den Rasp­berry Pi. Ob es auch auf einem ande­ren Modell funk­tio­niert, muss jeder für sich aus­pro­bie­ren.

Was ist ist eigent­lich mit Intel NUC und ande­ren Boards in der Leis­tungs­klas­se?

Ich nut­ze einen Intel NUC für die Haus­au­to­ma­ti­sie­rung aber für den digi­ta­len Bil­der­rah­men erscheint er mir über­di­men­sio­niert. Es kos­tet unge­fähr das 10-fache im Ver­gleich zu einem Rasp­berry Pi und er ist von den Abmes­sun­gen schwer hin­ter einen Bil­der­rah­men zu befes­ti­gen, ohne die Bau­tie­fe stark zu erhö­hen. Ein klas­se Rech­ner, aber nicht für die­sen Anwen­dungs­zweck.

Ich kann daher zum aktu­el­len Zeit­punkt kei­nen Vor­teil dar­in sehen, einen Pi Clo­ne ein­zu­set­zen. Sie sind nicht nur teu­rer son­dern brin­gen auch nichts mit, was für unse­ren Anwen­dungs­zweck einen Unter­schied machen wür­de.

Jetzt kommt 4K

Als ich ursprüng­lich die­sen Arti­kel schrieb, war das aktu­ells­te Rasp­berry Pi Modell der 3 B+. Und dem fehl­te die Unter­stüt­zung von 4K Bild­schir­men.

Im Juni 2019 wur­de dann aller­dings sehr über­ra­schend der Rasp­berry Pi 4 vor­ge­stellt, der nicht nur einen 4K HDMI Aus­gang hat­te, son­dern gleich zwei davon. Jetzt kön­nen Bild­schir­me mit 3840 x 2160px betrie­ben wer­den und bie­ten damit ein super schar­fes Bild auf Digi­tal­rah­men.

Das war bis­her den leis­tungs­fä­hi­ge­ren Pi Clo­nes vor­be­hal­ten, die 4K zulie­ßen. Zumin­dest theo­re­tisch, da ich oft von Trei­ber­pro­ble­men in die­sem Zusam­men­hang las.

Aber damit ist es jetzt vor­bei.

Die Zukunft mit 4K digi­ta­len Bil­der­rah­men

Ich bereits gera­de einen Arti­kel vor, der den Selbst­bau eines 4K Bil­der­rah­men mit sanf­ten Über­blen­dun­gen beschreibt.

Aber eine Sache hält mich noch davon ab.

Es ist es fast unmög­lich gewor­den, einen 27 oder 30 Zoll Moni­tor zu fin­den, der ein Sei­ten­ver­hält­nis von 16:10 hat und sich vom Preis oder der Bau­tie­fe her für einen digi­ta­len Bil­der­rah­men eig­net. Wenn es sie geben soll­tet, gebt mir bit­te Bescheid.

Für mich als Foto­graf ist das Sei­ten­ver­hält­nis ein­fach sehr wich­tig, damit ich von den 3:2 Bil­dern von Voll­for­mat­ka­me­ras nicht zu viel weg­schnei­den muss.

Fazit

Wenn du dir heu­te über­legst, einen digi­ta­len Bil­der­rah­men selbst zu bau­en, hol dir einen Rasp­berry. Ab dem Model 2 B+ geht eigent­lich jeder Typ, wenn du mit 4K Moni­to­ren arbei­ten willst, dass musst du zum Rasp­berry Pi 4 grei­fen.

CPU Leis­tung ist nicht das Aus­schlag­ge­ben­de. Wor­auf es ankommt ist Sof­t­­wa­re-Kom­pa­­ti­­bi­­li­­tät, Zuver­läs­sig­keit und Bau­an­lei­tun­gen, an die du dich hal­ten kannst.

Der Rasp­berry Pi hat die größ­te Fan-Gemein­­de aller ARM-basier­­ten Mini Com­pu­ter. Es gibt ein­fach für (fast) alles gute Anlei­tun­gen, auch für digi­ta­le Bil­der­rah­men mit allen mög­li­chen Unter­funk­tio­nen, wie auf die­sem Blog.

Wenn du also schnell zu einem guten Ergeb­nis kom­men willst, dann soll­test du die­sen Weg wäh­len.